A. Bruckner (1914) / D. Brucknerin (2024)

Freitag 19.04. 2024 / 19:30 / Schlossatelier, Steyr

Anton Bruckners Ohr (Ausschnitt) / Foto: Josef Löwy, 1894


A. BRUCKNER/ 1914/ Premiere
„Feierlich, Etwas Bewegt”
Gekürzte Laudatio von Otto Keller (1861–1928)
Lesedauer ca. 45 min.


*** Pause ***

D. BRUCKNERIN / 2024 / Premiere
Novelle von
Hapé Schreiberhuber (1969*)
Lesedauer ca. 30 min.


Lesung mit
Hapé Schreiberhuber

Anton Bruckner wurde erst spät in seinem Leben als Komponist gewürdigt. Zum 200. Geburtstag wird eine Hommage von Otto Keller, der auch Student von Bruckner war, mit dem Titel A. Bruckner(1914) erstmals über ihn in Steyr zu hören sein. Als einer der wichtigsten und innovativsten Tonschöpfer seiner Zeit haben Bruckners Werke bis weit ins 20. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Musikgeschichte ausgeübt.

Hapé Schreiberhuber, selbst mit verwandtschaftlichen Einflüssen zu St. Florian und Ansfelden sowie begeisterter Bruckner-Orchester-Zuhörer (von 1992 bis 2004), erschließt für das Publikum die Persönlichkeit und das Wirken von Anton Bruckner in einer gekürzten, einstündigen Laudatio; es ist vor allem das Verdienst des Musikliteraturschriftstellers Otto Keller, der die Bruckner-Literatur in weitestem Ausmaß zusammengestellt hat, denn „seine Briefe sagen wenig aus, bedeuten für den Biographen keine Entdeckungen. Otto Keller

„Bruckner war die einsame Stimme des Glaubens in einer Zeit,
wo Gott verschollen war…Nun taumelt diese Welt in Hysterien ihrem Ende zu.
Otto Keller

Otto Keller (1861–1928) war ein Österr. Musikschriftsteller. Er wandte sich auf Wunsch der Eltern der Beamtenlaufbahn zu, studierte aber nebenbei Musikgeschichte bei E. Hanslick und Musiktheorie bei A. Bruckner. 1886–91 redigierte er die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung in Wien. Lehrer für Musikgeschichte an der Klavierschule Ambros, an der Klavierschule Ungar und an der MSch. Liebing. Nach seiner Pensionierung 1906 widmete sich Otto Keller ganz der musikliterarischen Arbeit, er lebte später in München und Salzburg. Seit 1876 sammelte er Material über Musik und Theater in der Tages- und Fachpresse, das dann in das Musik- und Theaterarchiv von Pommeranz und G. Fr. Hagen überging.

Werke:
Biographien über L. v. Beethoven (1885), K. Goldmark (1900), J. Lanner (1901), F. v. Suppè (1905), Peter I. Tschaikowsky (1914, 3-51924), W. A. Mozart (2 Bde., 1926/27), A. Bruckner (1914 / Die Musik. - Berlin, Leipzig. 14. 1914/1915, 4, S. 158-171, 217-226. Ca. 700 Titel); Das Haus Habsburg als Pflegestelle der Tonkunst 1890; Die Weltliteratur der Musik 1919; Geschichte der Musik 1923; Illustrierte Geschichte der Musik, 5 Bde. 1926; Die Operette in ihrer geschichtlichen Entwicklung 1926.

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Nach der Pause liest Hapé Schreiberhuber erstmals seine neue Novelle mit dem Titel D. Brucknerin (2024) vor.

„Mystisch verknüpfen sich die Begegnungen des Ich-Erzählers auf Schauplätzen wie Paris, Barcelona und Linz mit Augenblicken seiner inneren Verbundenheit mit einer Welt. Das Sehen scheint sich erst zu entwickeln, als würden wir meistens blind durch die Welt rennen, bis zu dem Moment, der uns die Augen öffnet, tatsächlich sehen zu dürfen, als blühendes Geschenk der Vergänglichkeit…”


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Freitag 19.04. 2024 / 19:30 Uhr
Schlossatelier, Steyr
Ticket: 20.- Euro
tickets(at)styraburg.com
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