Anton Bruckner (1914) von Otto Keller

Fr 04.10. / 19:00 Uhr / Kunstraum Krongasse, 1050 Wien

Anton Bruckners Ohr (Ausschnitt) / Foto: Josef Löwy, 1894


ANTON BRUCKNER (1914)

Feierliche Rede von Otto Keller (1861–1928)
Lesung mit Hapé Schreiberhuber

Lesedauer ca. 65 min. / keine Pause

„Bruckner war die einsame Stimme des Glaubens in einer Zeit, wo Gott verschollen war…
Nun taumelt diese Welt in Hysterien ihrem Ende zu.
  Otto Keller

Anton Bruckner (1824–1896)
wurde erst spät in seinem Leben als Komponist gewürdigt. Zum 200. Geburtstag des Künstlers wird ein Text des Musikschriftstellers Otto Keller, der auch Student von Bruckner war, zu hören sein. Die gekürzte Lobrede beschreibt in lyrischer Weise Bruckners Persönlichkeit und sein sinfonisches Werk.

Hapé Schreiberhuber, mit verwandtschaftlichen Einflüssen nach St. Florian und Ansfelden sowie begeisterter Bruckner-Orchester-Zuhörer von 1992 bis 2004, eröffnet durch diesen Text besondere Einblicke in Bruckners Schaffenskraft und Befindlichkeit. Es ist vor allem das Verdienst des Musikliteratur-Schriftstellers Otto Keller, der die Bruckner-Literatur in weitestem Ausmaß zusammengestellt hat.

„Hapé Schreiberhuber liest „Anton Bruckner” von Musikschriftsteller Otto Keller leidenschaftlich und nuanciert. Er trägt die feierliche Lobrede über Anton Bruckner wie eine seiner Sinfonien vor: Die Sätze zeigen kraftvolle Ausdrucksstärke, dann wieder zarten Klang. Sie bilden ein harmonisches Ganzes, das die Verbindung Schreiberhuber mit Bruckner deutlich spürbar macht. Freudig und staunend hängt das Ohr bis zum letzten Wort an seiner Lippe."  von Magdalena Brandstötter, Premiere beim Styraburg Festival Steyr, 19. Mai 2024

Otto Keller (1861–1928)
war ein österr. Musikschriftsteller. Er wandte sich auf Wunsch der Eltern der Beamtenlaufbahn zu, studierte aber Musikgeschichte und nebenbei Musiktheorie bei Anton Bruckner. 1886–91 redigierte er die Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung in Wien, war Lehrer für Musikgeschichte an der Klavierschule Ambros, an der Klavierschule Ungar und Liebing. Nach seiner Pensionierung widmete sich Otto Keller ganz der musikliterarischen Arbeit, er lebte später in München und Salzburg. Werke: Biographien über L. v. Beethoven (1885), K. Goldmark (1900), J. Lanner (1901), F. v. Suppé (1905), Peter Tschaikowsky (1914), W. A. Mozart (1926/27), A. Bruckner (1914 / Die Musik - Berlin, Leipzig / 1914/1915, 4, S. 158-171, 217-226. ca. 700 Titel); Die Weltliteratur der Musik 1919; Geschichte der Musik 1923.

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Fr 04.10. / 19:00 Uhr
Kunstraum Krongasse, 1050 Wien

Ticket: 20.- Euro
Telefon 0650 5922322
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