Trio Forlane & A. Prozorov

Sonntag 06.11. 2022 / 11:00 Uhr / Schlosskapelle

Römerturm, Schloss Lamberg, Rauhreif auf Funkanlage / Historisches Foto: styraburg fstvl.

Wenn das Trio Forlane auf seinen Originalinstrumenten mit dem Saxophonisten Andrej Prosorov in unbekannte musikalische Welten eintaucht, indem das barocke Repertoire fragmentiert, überraschend beleuchtet und erlebt. Kompositionen von J. S. Bach, John Dowland und Arvo Pärt bilden den Ausgangspunkt für eine meditative Reise von abgeschlossenen musikalischen Formen zu neuen Betrachtungsweisen und Hörerlebnissen. Bruch und Fragment; von der Verletzlichkeit der Systeme und der unperfekten Schönheit von Rissen und Brüchen ...

Im vorliegenden Programm wurde bewusst auf ein zusätzliches Basso Continuo -
Harmonieinstrument verzichtet, um die klanglichen Gestaltungsmöglichkeiten von drei
Melodieinstrumenten verschiedener Art besonders zu beleuchten und die Transparenz der
einzelnen Stimmen ohne harmonische Ausschmückung hervorzuheben.

Besetzung:

Andrej Prozorov / Sopransaxophon
Petra Christiane Wurz
/ Blockflöten, Viola
Elisabeth Gasztner
/ Barockvioline und Viola
Elisabeth Zeisner
/ Barockcello, Viola da Gamba, Blockflöte


Programm:

J. S. Bach (1685-1750): Choral: Befiehl du deine Wege
J. S. Bach: Kunst der Fuge: Contrapunctus 1/ Grundfuge 1
John Dowland (1563-1626): Sorrow, come
Arvo Pärt (geb. 1935): Fratres
J. S. Bach: Kunst der Fuge: Gegenfuge
Patrick Mando: Like as the day
Arvo Pärt: Pari Intervallo
J. S. Bach: Kunst der Fuge: Quadrupelfuge
Henry Purcell: 2 in one upon a ground/ Music for a while
Arvo Pärt: In pacem domine
J. S. Bach: Kunst der Fuge: Kunst der Fuge: Choral

Texte:
Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.
Sorrow, sorrow come, lend true repentant teares,
to a woefull wretched wight,
hence, dispaire with thy tormenting feares:
O doe not my poore heart affright,
pitty, help now or never,
mark me not to endlesse paine,
alas I am condempned ever,
no hope, no help ther doth remaine,
but downe, down, down I fall,
and arise I never shall.
Like as the day, that bright doth show
The darkness of the night, is seen,
So my true friend you soon should know
From feigning friends that only seem;
Secret and wise, of truth unstain‘d
Constant in faith, of love unfeign‘d
Such one was he, my heart‘s delight
Now to the soul I bid good night.

J.S. Bach: Quadrupelfuge
Über dieser Fuge, wo der Name BACH thematisch verarbeitet wurde, ist Bach gestorben.

Arvo Pärt:
“Ich habe entdeckt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird ... Ich arbeite
mit wenig Material, ich baue aus primitivstem Stoff, aus einem Dreiklang, einer bestimmten
Tonalität“ Pärts Kompositionsstil wird als Tinntinnabuli Stil (franz. Klingeln, bimmeln) bezeichnet, der
an einen Glockenklang erinnert. Er zeichnet sich durch seine klangliche Vielschichtigkeit aus, die in einer einfach erscheinenden Struktur entsteht. Der Komposition Da Pacem Domine liegt einem Hymnus aus dem 9. Jhd. mit folgendem Text zugrunde: Verleih und Frieden, Herr, in unseren Zeiten, denn es ist ja kein anderer, der für uns streitet,
als du unser Gott

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Sonntag 06.11. 2022 / 11:00 Uhr
Schlosskapelle / Schloss Lamberg Steyr
Eintritt: 30.- Euro


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